Sächsische Schweiz - 05.-10.10.2015 - Teil 2




Am dritten Wandertag schlug leider das schlechte Wetter so richtig zu. Es war für den ganzen Tag Regen angekündigt, zum Glück aber nicht besonders stark. So wagten wir uns dann zumindest auf eine kleine Wanderung von Bad Schandau aus das untere Kirnitzschtal hinauf.

Die Kirnitzsch am Rand von Bad Schandau:





Lustigerweise fährt hier tatsächlich regelmäßig alles 30 Minuten eine historische Straßenbahn von Bad Schandau aus das Tal hinauf.





Auch bei Regenwetter ist die Landschaft hier wunderschön:





Dem Frosch gefällt die Nässe auch:





Leider entpuppte sich der Wanderweg durch das Tal, der Flößersteig, im Verlauf als ziemlich schwierig. Mehrfach mussten wir über nasse rutschige Felsen klettern mit tiefen Abgründen an der Seite. Meist waren Seile gespannt, an denen man sich festhalten konnte. An einer Stelle ging das nicht. Das war uns dann doch zu heikel und wir sind umgekehrt. Am Ende stellte sich heraus, dass es wohl die letzte haarige Stelle gewesen war und der Weg danach wieder problemlos gewesen wäre...

Wir wanderten also etwa einen Kilometer wieder zurück (inklusive der Kletterstellen) und nahmen dann die Straßenbahn bis zur Endhaltestelle am Lichtenhainer Wasserfall:





Der Wasserfall selbst war nicht besonders spektakulär. Dafür wärmten und trockneten wir uns im gleichnamigen Gasthof bei einer Soljanka, bevor wir mit der Bahn wieder zurück nach Bad Schandau fuhren.

Am nächsten Tag war es dann - entgegen der Vorhersage - tatsächlich wieder trocken, wenn auch weiterhin graun und trüb und mittlerweile auch recht kalt. Heute stand die Bastei auf dem Programm. Dazu mussten wir erstmal mit der Fähre zum Bad Schandauer Bahnhof übersetzen:





Zwei Stationen später stiegen wir in Rathen wieder aus und setzten mit der Fähre wieder auf die andere Flussseite über. Hier der Blick vom Anleger nach Niederrathen hinüber:





Der Ort selber ist vom (Massen-)Tourismus geprägt. Wir hatten wohl Glück, dass wir noch früh dran waren bzw. das Wetter zu schlecht war, so dass es relativ ruhig war:





Natürlich fuhren wir nicht mit Auto oder Bus hinauf zur Bastei (wie wohl 95% aller Besucher) sondern machten eine herrliche kleine Wanderung hinauf. Dabei begegneten uns zwar schon deutlich mehr Menschen als auf den Wanderungen der letzten Tage aber nichts gegenüber dem Rummel oben auf der Bastei.

Am Amselsee - was hier wohl im Sommer los ist?:





Der Amselfall - im Normalzustand zwar ganz idyllisch aber unspektakulär - könnte man nicht für 30 Cent die Verkäuferin am nebenstehenden Kiosk dazu veranlassen, einen Hebel zu betätigen und ein Wasserreservoir zu öffnen, so dass für ein paar Sekunden ein "richtiger" Wasserfall daraus wird. ;)





Nun folgte ein herrlicher Treppenweg durch die Schwedenlöcher hinauf zur Bastei - ich liebe solche Wege!





Zwischendurch eine kurze Passage durch eine kleine moosbewachsene grüne Schlucht - hier hab ich mich wie ganz weit weg gefühlt, Indonesien, Südamerika vielleicht, aber nicht wie in Deutschland... ;)





Ein erster Ausblick auf die allgegenwärtigen Sandsteinfelsen:





Oben auf der Bastei - mitten im Getümmel - nicht auszudenken, was hier am Wochenende und im Sommer los ist:





Panoramablick mit der knapp 200 m tiefer gelegenen Elbe:





Da ist sie, die berühmte Basteibrücke - eine tolles Motiv zusammen mit den herbstlich buntem Bäumen und den Felstürmen. Dass das ein Touristenmagnet ist, kommt nicht von ungefähr...









Die Felsenburg Neurathen, an Stelle dieser Metallbrücken standen im Mittelalter mal Wehrgänge einer Burg:





Auch ein berühmtes Fotomotiv, diese einzelne Kiefer, die aus der Felswand wächst:





Blick von einem der Wehrgänge senkrecht nach unten - nur für Schwindelfreie. ;)





Wildromantische Landschaft:





Nochmal die Basteibrücke:





Und hier nun das allseits bekannte Postkartenmotiv - auch bei trübem Wetter schön:





Wieder so ein toller Weg durch den mystischen Höllgrund:





Noch einmal bizarre Felstürme:





Das restliche Stück nach Wehlen verlief auf einer Straße, aber sehr idyllisch durch ein Tal mit trockenem Bachbett:





Wieder am Bahnhof in Bad Schandau angekommen:





Nun war auch schon der Abreisetag gekommen - und das schöne Wetter war wieder zurück. Gut, dass unser Zug (Sparpreis, wir waren also gebunden) erst am Nachmittag fahren sollte, so dass wir den Vormittag noch für eine kleine Wanderung nutzen konnten - nun endlich mal bei Sonnenschein.

Es ging vom Bahnhof Bad Schandau aus hinauf zum Papststein (451 m). Hier wunderschöne Wiesen oberhalb von Kleinhennersdorf:





Blick vom Papststein:





Auf dem vorgelagerten Felsen waren Kletterer unterwegs, war spannend zuzusehen:













Panorama Richtung Nordwesten mit Gohrischstein, Königstein und Lilienstein:





Und ein letztes Foto wieder unten am Bahnhof von Bad Schandau:





Dann mussten wir leider diesem schönen Landstrich Lebwohl sagen und die Heimfahrt ins fast 600 km entfernte Oldenburg antreten.



(c) Björn Witha - Letzte Änderung: 13. November 2015      ---      Kontakt